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04.02.2016

Ein Kirchgemeindehaus für alle

In Heinrichsort baut die Kirche ein neues Zentrum. Willkommen sind dort nicht nur Christen - der ganze Ortsteil soll von dem lichtdurchfluteten Gebäude profitieren.


Lichtenstein. Das Bezirkskirchenamt hat beschlossen, das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Heinrichsort-Rödlitz abzureißen. Die Substanz des Baus in Heinrichsort sei so schlecht, heißt es im offiziellen Schreiben des Amtes, dass es sinnlos scheine, mehrere 1000 Mark (für eine Sanierung) hineinzustecken. Der Brief ist datiert auf den 17. Februar 1936.

Jetzt, nachdem der abrissreife Bau noch 80 Jahre lang die Prinz-Heinrich-Straße mehr oder weniger schmückte, bekommt die Kirchgemeinde endlich ein neues Gebäude. In den nächsten Wochen sollen die Abrissbagger anrollen. Der Neubau mit Terrasse und bodentiefen Fenstern könnte, wenn alles nach Plan läuft, noch in diesem Jahr fertig sein. "Der Traum wäre Heiligabend", sagt Friedemann Beyer vom Kirchenvorstand. Er begleitet das Projekt Gemeindehaus ehrenamtlich.

Der Neubau soll ein Haus für alle werden, nicht nur die Mitglieder der Kirche. "Darin könnten Gemeindefeste stattfinden, sich Vereine treffen, private Feiern", zählt er auf. Der Ortschaftsrat könnte darin tagen, vorstellbar sei auch, die Räume für weltliche Trauerfeiern zu öffnen. Und es gibt noch mehr Ideen: ein kleiner Sandkasten für Kinder im Außenbereich etwa und ein oder zwei Behindertenparkplätze.

Für all das bietet das Gemeindezentrum, das das Architekturbüro Aboa Architekten aus Zwickau entworfen hat, genügend Platz. Barrierearm ist es auch. "Das absolute Highlight ist natürlich die Möglichkeit, die Kirchturmspitze gegenüber durch das Dachfenster hindurch zu sehen", sagt Friedemann Beyer. Einziges Problem: Es fehlen noch 45.000 Euro. Finanziert wird der Bau, der rund 350.000 Euro kosten soll, zu etwa einem Drittel von der Landeskirche, der Rest aus Eigenmitteln. Beyer: "Wir suchen Unterstützer, die uns zum Beispiel einen Privatkredit mit niedrigen Zinsen stellen, Geld spenden oder einen Arbeitseinsatz mitmachen."

Text: Eva Marie Stegmann, Freie Presse, 14.01.2016  Foto: Andreas Kretschel